Information Pandemie - Stand: 25.02.2021

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Informationen des Kirchenrates und der Kirchenpflege bezüglich der Corona-Pandemie
Daniel Stoller-Schai,
Stand: 25. Februar 2021

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat heute Vormittag bekannt gegeben, dass ihre Verfügung vom 21. Januar bis 15. März verlängert wird. Damit bestätigen sich die gestern Abend unter Vorbehalt kommunizierten Massnahmen: Klassenübergreifende und freiwillige Unterrichtsangebote sind in der Volksschule weiterhin verboten. Dazu gehören auch «von Dritten in den Schulen durchgeführte Lektionen (z.B. Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur, freiwilliger Religionsunterricht).» Zudem ist «auf schulische Anlässe und Ausflüge mit Übernachtung zu verzichten».

Jene Kirchgemeinden, die ihren Religionsunterricht in schulischen Räumen durchführen, müssen demnach, sofern möglich, auf kirchliche Räumlichkeiten ausweichen. Zudem empfiehlt Ihnen der Kirchenrat, bis mind. 15. März auf die Durchführung von Lagern bzw. Ausflügen mit Übernachtung zu verzichten, auch wenn sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Bundes im Prinzip möglich sind.

Aufgrund von Rückfragen rufen wir an dieser Stelle in Erinnerung, dass die Bestimmung «klassenübergreifend» sich auf einmalige Angebote bezieht. Eine Klasse im Religionsunterricht, die sich regelmässig trifft, gilt als reguläre Klasse und nicht als klassenübergreifend, auch wenn sie mehrere Jahrgänge umfasst. Zudem stützt sich der Kirchenrat bei seinem Entscheid, den Religionsunterricht ab 1. März wieder aufzunehmen, auf die Vorgaben des Bundes.


Stand: 24. Februar 2021

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Der Bundesrat hat heute eine Lockerung der Pandemie-Massnahmen auf den 1. März beschlossen. Ob der nächste Öffnungs-Schritt auf den 22. März erfolgen kann, will der Bundesrat am 19. März aufgrund der dann bestehenden Situation entscheiden. Von der Hauptänderung auf kommende Woche – der Öffnung der Ladengeschäfte – sind Landeskirche und Kirchgemeinden nur wenig betroffen: Das generelle Veranstaltungsverbot gilt mit Ausnahmen (für Gottesdienste und Gemeindeversammlungen) weiterhin. Für die Kirchen wichtig ist aber die Öffnung bei den Jungen: Für bis 20-Jährige ist das Meiste wieder erlaubt bzw. praktisch alles, sofern sie unter sich bleiben.

Religionsunterricht
Für den Kirchenrat ist damit auch der Zeitpunkt gekommen, die obligatorischen und freiwilligen Angebote des rpg ab März wieder zuzulassen (mit Ausnahme von Angeboten wie z.B. das Eltern-Kind-Singen, wo Erwachsene beteiligt sind und gesungen wird). «Ausserschulischer kirchlicher oder religiöser Unterricht» wird von der bundesrätlichen Verordnung sogar explizit erwähnt. Die Wiederaufnahme des Unterrichts hat selbstverständlich unter Einhaltung der Maskentragpflicht zu erfolgen (bei Kindern/Jugendlichen ab der 4. Klasse). Das «Schutzkonzept kirchlicher Unterricht» entsprechend angepasst.

Zurzeit ist allerdings noch offen, wie es mit der bis 28. Februar geltenden Verordnung der Zürcher Bildungsdirektion bzw. des Volksschulamtes weitergeht. Gemäss dieser Verordnung sind klassenübergreifende und freiwillige Unterrichtsangebote verboten. Dazu gehören auch «von Dritten in den Schulen durchgeführte Angebote (z.B. Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur, freiwilliger Religionsunterricht).» Zudem ist «auf schulische Anlässe und Ausflüge mit Übernachtung zu verzichten». Jene Kirchgemeinden, die ihren Religionsunterricht in schulischen Räumen durchführen, müssen demnach noch auf den Entscheid warten, ob auch diese Verordnung gelockert wird, oder räumlich anderweitig disponieren. Solange die Verordnung in Kraft bleibt, empfiehlt Ihnen der Kirchenrat zudem, auf die Durchführung von Lagern bzw. Ausflügen mit Übernachtung zu verzichten, auch wenn sie aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Bundes im Prinzip möglich sind.

Ansammlungen im Freien
Ab 1. März sind im Freien spontane Ansammlungen und private Treffen mit bis zu 15 Personen möglich (für Innenräume gilt nach wie vor die Obergrenze von fünf Personen). Da kirchliche Veranstaltungen weder spontan noch privat sind, sind sie von der Verordnung explizit ausgenommen, also nicht möglich.

Selbsthilfegruppen bis zehn Personen
Neu sind ab 1. März Treffen etablierter Selbsthilfegruppen in den Bereichen der Suchtbekämpfung und der psychischen Gesundheit erlaubt, und zwar bis zu 10 Personen.

Maskentragpflicht
Wie Rückfragen regelmässig zeigen, besteht nach wie vor Unsicherheit hinsichtlich der Maskentragpflicht bei Vortragenden in Gottesdiensten. Das Bundesamt für Gesundheit BAG lässt diesbezügliche Ausnahmen explizit zu: Vortragende in Predigt, Lesung, Musik (als Vorsingende auch Pfarrpersonen) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Weiter ist in Kirchgemeinden die Frage aufgekommen, wie mit Personen umgegangen werden soll, die einen Dispens von der Maskentragpflicht haben bzw. ein entsprechendes Attest vorweisen können. Das Thema wird evtl. auch in die nächste Version des Schutzkonzeptes für Gottesdienste der EKS aufgenommen. Einstweilen empfiehlt der Kirchenrat, dass das Dilemma zwischen Diskriminierung der Betroffenen und Schutz der anderen nicht einseitig in Richtung einer generellen Erlaubnis oder eines generellen Verbots aufgelöst werden sollte. Vielmehr dürfte es sinnvoll sein, im Einzelfall zu prüfen, was den jeweiligen Verhältnissen angemessen ist (siehe dazu auch das Merkblatt des BAG bei den Pandemie-Downloads). Das kann bei einer Kleingruppe von fünf Personen das Einverständnis der anderen Teilnehmenden sein oder die Auflage, dass diese nicht zur Risikogruppe gehören dürfen. Bei Gottesdiensten könnten Personen ohne Maske separat gesetzt werden (z.B. auf die Empore).

Kampagne #IchHöreDirZu
Die EKS hat am Aschermittwoch mit der Kampagne #IchHöreDirZu eine Aktion lanciert, die bis Ostern dauert: Alle Menschen sind eingeladen, ein kurzes Handy-Video von 30–40 Sekunden aufzunehmen und darin mit einem biblischen Bezug die Frage zu beantworten, was mir Hoffnung gibt. Weitere Infos: www.evref.ch.

Hilfe national und international
Gerne weisen wir an dieser Stelle darauf hin, dass die EKS auch ihre Zusammenstellung von Hilfsangeboten aktualisiert hat (https://www.evref.ch/themen/coronavirus/psychische-unterstuetzung-in-der-corona-krise/) und dass auch die ökumenische Hilfs-Kampagne der Zürcher Kirchen, «Wenn beten alleine nicht reicht», nach wie vor läuft und derzeit in den Sozialen Medien auch wieder stärker beworben wird. Wir danken Ihnen, wenn Sie diese Informationen bei Ihnen weiterverbreiten.

Die Pandemie offenbart in aller Deutlichkeit die oft prekären Lebensumstände von Millionen Menschen weltweit. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz HEKS hat deshalb bereits 2020 zahlreiche seiner Projekte im In- und Ausland den spezifischen Erfordernissen dieser Krise angepasst. Mit der nationalen Kampagne «Zusammenhalten beim Abstand halten» ruft HEKS die Schweizer Bevölkerung nun ein weiteres Mal zur Solidarität mit jenen Menschen auf, die von den Folgen des Virus besonders hart getroffen werden. Weitere Infos: https://www.heks.ch/corona-pandemie

Der Kirchenrat dankt Ihnen allen, die Sie in dieser spannungsvollen Phase Geduld und Ausdauer bewahren, um zur rechten Zeit bereit zu sein.



Stand: 13. Januar 2021

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Der Bundesrat hat heute beschlossen, dass die im Dezember ergriffenen Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie Covid-19 bis Ende Februar gültig bleiben. Zudem hat er weitere, verschärfende Bestimmungen bekanntgegeben, die am nächsten Montag, 18. Januar, in Kraft treten.

Homeoffice
«Die Arbeitgeber sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist.» Bis anhin war Homeoffice lediglich eine Empfehlung. Nun wird das Homeoffice zur Pflicht. Das Ziel der Massnahme ist, die Zahl der Kontakte zu reduzieren, nicht nur am Arbeitsplatz selber, sondern auch im unmittelbaren Umfeld und auf dem Arbeitsweg. Die Kirchenpflegen sind daher aufgefordert, für ihre Mitarbeitenden Homeoffice anzuordnen, sofern Aufgaben und Tätigkeiten dies zulassen.

«Wo Home-Office nicht oder nur zum Teil möglich ist, sind weitere Massnahmen am Arbeitsplatz nötig. Neu soll zum Schutz von Arbeitnehmenden in Innenräumen überall dort eine Maskenpflicht gelten, wo sich mehr als eine Person in einem Raum aufhält. Ein grosser Abstand zwischen Arbeitsplätzen im gleichen Raum genügt angesichts der hohen Infektionsgefahr nicht mehr.»

Gottesdienste
Der Artikel der bundesrätlichen Verordnung, der «religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen» zulässt, wurde nicht gestrichen. Somit sind Gottesdienste unter Einhaltung der Schutzmassnahmen weiterhin möglich. Das Ziel der Homeoffice-Massnahme, die Zahl der Kontakte zu reduzieren, gilt aber auch hier, nicht nur im Gottesdienst selber, sondern auch davor und danach bzw. auf dem Hin- und dem Rückweg.

Die Kirchgemeinden sind deshalb aufgefordert, sorgfältig zu prüfen, ob und wie die Durchführung eines Gottesdienstes aufgrund der lokalen Umsetzungsmöglichkeiten der Schutzmassnahmen zu verantworten ist – gerade in Anbetracht der generell verschärften Massnahmen. In Erwägung zu ziehen ist auch, Gottesdienste nur noch einmal und nicht wie in der Weihnachtszeit mehrfach durchzuführen und auf Online-Angebote auszuweichen.

Behördensitzungen
Die Bestimmung, wonach sich Exekutiven und Legislativen ohne Zahlenbegrenzung treffen dürfen, gilt ebenfalls weiterhin. Zu beachten ist aber – den neu geltenden Bestimmungen für Homeoffice entsprechend –, dass unabhängig vom Einhalten der Abstände in jedem Fall Masken getragen werden müssen.

Der Kirchenrat bedauert, dass die schwierige Situation auch im neuen Jahr unverändert anhält. Er war aber beeindruckt von der Motivation, Ausdauer und Kreativität, mit der die Kirchgemeinden die Advents- und Weihnachtszeit gestaltet haben und auf diesem Weg vielen Menschen einen Lichtblick in schwieriger Zeit vermitteln konnten. Dafür dankt Ihnen der Kirchenrat herzlich und wünscht Ihnen viel Elan auch im angelaufenen Jahr.

[...]



Stand: 18. Dezember 2020

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Der Bundesrat hat heute eine erneute Verschärfung der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie Covid-19 beschlossen. Die Massnahmen, insbesondere die Schliessung sämtlicher Gastronomiebetriebe, treten am nächsten Dienstag in Kraft und gelten bis 22. Januar. Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden ergibt sich grundsätzlich keine neue Situation; Gottesdienste sind, wie bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt, weiterhin möglich, auch nach 19 Uhr, und am 24. Dezember auch bis nach 22 Uhr. In der Zwischenzeit wurde dazu auch das angepasste Schutzkonzept der EKS aufgeschaltet (s. Pandemie-Downloads für Kirchgemeinden).

Gerne betonen wir nochmals die folgenden Punkte bzw. weisen neu darauf hin:

Dass Gottesdienst gefeiert werden darf, heisst nicht, dass Gottesdienst gefeiert werden muss. Der Kirchenrat ist dankbar, dass die Gottesdienste in den Weihnachtstagen stattfinden dürfen. Die bereits kommunizierte Obergrenze von 50 Teilnehmenden und das Singverbot sind einzuhalten, denn auch die Kirchen sind bereit, ihren Beitrag zu leisten. Der Kirchenrat lädt die Kirchgemeinden ausserdem dazu ein, zu prüfen, ob im Januar allenfalls auf Gottesdienste verzichtet werden könnte als Zeichen der Solidarität mit der Gesellschaft. Viele Menschen, vorab im Gastronomiegewerbe und in der Kultur, werden von den Schliessungen hart und in vielen Fällen existenziell getroffen. Anstelle eines Gottesdienstes könnte die Kontaktnahme mit solchen Menschen und auch solchen aus Risikogruppen, die stark unter der Einsamkeit zu leiden haben, intensiviert werden.

Die Schliessung der Restaurants und Gaststätten muss für die Kirchgemeinden zur Folge haben, dass sämtliche allenfalls im Zusammenhang von Gottesdiensten noch geplanten Konsumations-Angebote (z.B. Kirchen-Kaffee) strikte zu unterlassen sind.

Auch für Behörden- und Kommissionssitzungen gilt, dass nicht stattfinden muss, was stattfinden darf. Solche Sitzungen sind zwar unter Berücksichtigung der Schutzmassnahmen weiterhin möglich, aber der Kirchenrat empfiehlt Ihnen dringlich, eine Online-Durchführung zu prüfen. Zudem sind die Kirchenpflegen gemäss der Aufforderung des Bundesrates eingeladen, für ihre Mitarbeitenden Homeoffice zu ermöglichen, sofern die Aufgabenerfüllung dies zulässt.

[...]


Stand: 11. Dezember 2020

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Der Bundesrat hat heute wie zu Wochenbeginn angekündigt seine neue Regelung zur Eindämmung der Pandemie beschlossen. Die Massnahmen treten morgen Samstag in Kraft und gelten bis 22. Januar, sofern in der Zwischenzeit nicht weitere Verschärfungen erfolgen. Insbesondere hat der Bundesrat sämtliche Veranstaltungen untersagt, jedoch unter Ausnahme von «religiösen Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen» und «Bestattungen im Familien- und engen Freundeskreis» sowie von Gemeindeversammlungen.

Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden bedeutet dies Folgendes:

Gottesdienste

Gottesdienste sind nach wie vor unter Einhaltung der Schutzmassnahmen bis 50 Teilnehmende möglich. EKS und Kirchenrat sind dankbar für die Ausnahmeregelung, die der Bundesrat getroffen hat. Sie widerspiegelt den Respekt der Landesregierung vor der geistlichen Versorgung der Menschen, die in dieser schweren Zeit gerade auf Weihnachten hin von grosser Bedeutung ist.

Dass Gottesdienst gefeiert werden darf, heisst aber nicht, dass Gottesdienst gefeiert werden muss. Die Kirchgemeinden sind aufgefordert, sorgfältig zu prüfen, ob die Durchführung eines Gottesdienstes aufgrund der lokalen Umsetzungsmöglichkeiten der Schutzmassnahmen zu verantworten ist. Konkret heisst das beispielsweise, dass die Teilnehmendenzahl 50 ein Maximum darstellt, das nur ausgeschöpft werden darf, wenn die Raumverhältnisse (2,25m2/Person) es zulassen. In Anbetracht des generellen Veranstaltungsverbots tragen die Kirchgemeinden in dieser Situation eine grosse Verantwortung. Wie während des Lockdowns im Frühjahr sind deshalb auch Online-Angebote in Erwägung zu ziehen.

Der Begriff «religiöse Veranstaltung» ist eng auszulegen. Durchgeführt werden darf nur ein Gottesdienst, wie er in der Kirchenordnung beschrieben wird (Art. 31 ff). Eine anderweitige kirchliche Veranstaltung durch Hinzufügen von feierlichen Elementen (Gebete, Kerzen) als «religiöse Veranstaltung» zu deklarieren, ist unzulässig.

Die Sperrstunde, wie sie der Bundesrat für Gastronomie- und weitere Betriebe festgelegt hat (19.00 Uhr), findet auf gottesdienstliche Angebote keine Anwendung. Abendgottesdienste, die über diesen Zeitpunkt hinausgehen, sind demnach zulässig. Ausgeschlossen sind jedoch alle weiteren damit verbundenen Aktivitäten (Kirchenkaffee oder dgl.). Für die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wurde die Sperrstunde im Kanton Zürich auf 22.00 Uhr festgelegt.

Die EKS wird ihr «Schutzkonzept für Gottesdienste» raschmöglichst an die neuen Gegebenheiten anpassen.

Singen

Nach den neuen Bestimmungen des Bundesrates ist Laien das Singen nur noch im Familienkreis erlaubt. Im Gottesdienst dürfen nur Musikerinnen und Musiker singen, die über ein abgeschlossenes Musikstudium verfügen und/oder bei denen die Musik zum Lebensunterhalt beiträgt. Das FAQ Kirchenmusik bei den Downloads für Kirchgemeinden wurde entsprechend angepasst.

Religionsunterricht

Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich hat bereits am Dienstag ihre bis Ende Jahr geltende Verfügung vom 28. Oktober bis 28. Februar 2021 verlängert. Gleichzeitig wurde das Verbot von klassenübergreifenden Angeboten auf die freiwilligen Unterrichtsangebote ausgedehnt: «Ausserhalb der obligatorischen Fächer gemäss Lehrplan und der sonderpädagogischen Massnahmen darf kein Präsenzunterricht stattfinden. Weitere Angebote der Volksschule (z.B. Freifächer und Kurse der Sekundarschule, freiwilliger Schulsport) oder von Dritten in den Schulen durchgeführte Angebote (z.B. Kurse in heimatlicher Sprache und Kultur, freiwilliger Religionsunterricht) dürfen nicht bzw. ausschliesslich im Fernunterricht stattfinden.» Diese Bestimmungen sind bereits seit Dienstag in Kraft und wurden teils bereits in die Kirchgemeinden kommuniziert.

Für die Kirchgemeinden bzw. für das rpg bedeutet dies, dass auch der kirchliche Religionsunterricht gemäss heutigem Stand bis zu den Sportferien nicht mehr stattfindet, auch dann nicht, wenn er regulär in kirchlichen und nicht in schulischen Räumlichkeiten durchgeführt wird. Diese Massnahme betrifft sowohl die obligatorischen wie auch die freiwilligen rpg-Angebote und auch die Durchführung der Mittagstische. Nicht betroffen sind gottesdienstliche Feiern, an denen sich Kinder und Jugendliche beteiligen.

Es wird empfohlen, den Kontakt zu den Kindern und Familien – wie schon während des Lockdowns im Frühjahr – weiterhin zu pflegen und insbesondere den Konfunterricht online durchzuführen.

Kirchliche Angebote ohne Veranstaltungscharakter

Die bundesrätlichen Massnahmen erlauben im Kulturbereich «Aktivitäten in Gruppen bis zu 5 Personen ab 16 Jahren, wenn eine Gesichtsmaske getragen und der erforderliche Abstand eingehalten wird». Für die Kirchgemeinden bedeutet dies, dass Angebote in Kleingruppen (bspw. Gesprächskreise) im Rahmen dieser Bestimmung weiterhin möglich sind.

Online- und weitere Angebote

Gerne rufen wir bei dieser Gelegenheit nochmals die verschiedene Elemente umfassende Aktion «Trotzdem Licht» der EKS in Erinnerung. Die diversen Materialien sind hier abrufbar: https://www.evref.ch/glaube-leben/glaube/trotzdem-weihnachten/. Im weiteren hat die EKS eine ökumenische Adventsandacht angekündigt, die in der Französischen Kirche Bern aufgenommen und den Landeskirchen in der kommenden Woche zum Aufschalten im Internet zur Verfügung gestellt wird. Wir laden Sie ein, zu gegebener Zeit darauf zu verlinken. Mit der Andacht soll der bereits mehreren tausend Corona-Opfer in der Schweiz gedacht werden. In Abklärung ist auch eine nationale Gedenkfeier in der kommenden Passionszeit.

Schliesslich empfehlen wir Ihnen gerne auch nochmals den landeskirchlichen Adventskalender auf www.zhref.ch/advent, der täglich ein tröstliches Wort oder ein eigens eingespieltes Musikstück anbietet.

Wie an dieser Stelle schon mehrfach betont, ist dem Kirchenrat bewusst, unter welchem Druck die Kirchgemeinden in dieser schwierigen Zeit stehen. Angebote und Veranstaltungen wurden von langer Hand geplant, und nun muss von heute auf morgen umdisponiert werden. Als Kirchen haben wir eine doppelte Verantwortung: für die Menschen trotz allem schützend und tröstend da zu sein und zugleich auch Orte und Räume für Begegnung untereinander und mit Gott offen zu halten. Gemeinsam versuchen wir, diese Verantwortung wahrzunehmen und einander dabei zu unterstützen. Deshalb danken wir Ihnen einmal mehr für Ihren grossen Einsatz, geleitet vom Licht, das durch Jesus Christus in die Welt kam.




Stand: 31. Oktober 2020

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Gerne weisen wir Sie darauf hin, dass bei den Downloads für Kirchgemeinden die Weisungen und Empfehlungen des Kirchenrates vom 28. Oktober, das angepasste «Schutzkonzept kirchlicher Unterricht» und neu ein «FAQ Kirchenmusik» aufgeschaltet worden sind.




Stand: 28. Oktober 2020

Auszug aus den Mitteilungen des Kirchenrates

Der Bundesrat hat heute, 28. Oktober, aufgrund der ansteigenden Fallzahlen weitere Massnahmen zur Bekämpfung der Pandemie Covid-19 beschlossen. Für die Landeskirche und die Kirchgemeinden bedeutet dies:

Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind nicht mehr erlaubt. An Gottesdiensten und anderen kirchlichen Veranstaltungen dürfen demnach maximal 50 Personen teilnehmen; Veranstaltende und Auftretende werden nicht mitgerechnet.

In Kirchen, Kirchgemeinde- und Pfarrhäusern bzw. in jenen Räumlichkeiten darin, die öffentlich zugänglich sind, ist das Tragen von Schutzmasken weiterhin obligatorisch. Neu gilt diese Vorschrift auch in den Aussenbereichen kirchlicher Einrichtungen.

Zusätzlich zur Maskentragpflicht sind auch die Abstände zwischen Personen (1,5 m) einzuhalten bzw. es dürfen nicht mehr Teilnehmende zugelassen werden, als der Raum bei einem Platzbedarf von 2,25 m2 pro Person ermöglicht. Von der Abstandspflicht sind nur Personen ausgenommen, die im selben Haushalt zusammenleben. Dies hat aber keinen Einfluss auf das Gesamtkontingent.

Das Erfassen der Kontaktdaten ist als zusätzliche Massnahme möglich, befreit aber nicht vom Einhalten des Abstandes.

Das Abendmahl kann unter Berücksichtigung der am 2. September kommunizierten Rahmenbedingungen weiterhin gefeiert werden. Möglich sind sowohl das wandelnde Abendmahl wie auch die Austeilung am Platz. In jedem Fall hat die Einnahme aber am Sitzplatz zu erfolgen.

Der Gemeinde- oder Chorgesang im Gottesdienst ist nicht zulässig. Möglich sind aber Auftritte von Solistinnen und Solisten, sofern sie genügend Abstand zum Publikum halten (mind. 3-4 m). Vortragende in Aktion (Predigt, Lesung, Musik) sind von der Maskentragpflicht ausgenommen. Sie müssen die Maske aber bis unmittelbar vor dem Einsatz tragen und auch unmittelbar danach wieder aufsetzen.

Laien-Chöre dürfen weder proben noch auftreten.

Da der Bundesrat die Maskentragpflicht auf die Sekundarstufe ausgedehnt hat, gilt sie neu auch für den Konfirmationsunterricht.

Die Maskenpflicht gilt neu auch am Arbeitsplatz, es sei denn, der Abstand zwischen den Arbeitsplätzen kann eingehalten werden (z.B. Einzelbüros).

Konsumationen sind wie bis anhin nur im Sitzen gestattet, unabhängig davon, ob sie in Innenräumen oder draussen stattfinden, und es sind die Kontaktdaten zu erfassen. Neu dürfen jedoch höchstens vier Personen an einem Tisch sitzen, ausgenommen Familien mit Kindern.

Kirchgemeindeversammlungen sind von der 50-Personen-Begrenzung ausgenommen. Der Kirchenrat empfiehlt Ihnen jedoch, Versammlungen auf die dringlichen Traktanden zu beschränken (z.B. Budget 2021), um sie zeitlich kurz halten zu können.

Die obigen Regelungen gehen teils über das Schutzkonzept für Gottesdienste der EKS vom 19. Oktober hinaus und haben für die Zürcher Landeskirche und ihre Kirchgemeinden Vorrang. Das Konzept der EKS ist allerdings noch nicht an die neuen Bestimmungen angepasst.

Alle Schutzkonzepte und weiteren Unterlagen sind auf der Website der Landeskirche bei den «Pandemie-Downloads für Kirchgemeinden»zugänglich. Die neuen, ab 29. Oktober geltenden Bestimmungen haben Vorrang vor den Angaben in den einzelnen Schutzkonzepten, da diese noch nicht auf die neue Situation angepasst werden konnten. Überarbeitet und ergänzt wurde hingegen das «FAQ Personalrecht». Zur Verfügung stehen zudem neu «Handlungsempfehlungen
bei Covid-19-Verdachtsfällen und bei Covid-19-Infektionsfällen».