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Missions- und Hilfseinsatz Moldawien

Moldawien

19. September: Rückblick Einsatz in Moldawien

Die Jugendarbeit gibt einen Einblick in den diesjährigen Hilfs- und Missionseinsatz. Nach einer eindrücklichen Woche mit einer Gruppe von 16 Personen in Moldawien teilen wir gerne unsere Erfahrungen mit euch. Alle sind herzlich eingeladen dazu!

Donnerstag, 19. September 2019, 19.30 Uhr, Kirchgemeindehaus

Es wird eine Kollekte zugunsten der Arbeit von AVC in Moldawien gesammelt. Herzlichen Dank für die Unterstützung.

Flyer Rückblick Einsatz Moldawien

Bericht aus der Chileziitig:
Missions- und Hilfseinsatz Moldawien

Nun gehört der Missions- und Hilfseinsatz, den die Jugendarbeit der Ref. Kirche Bäretswil vom 14. bis 21. Juli gemeinsam mit AVC (Aktion für verfolgte Christen und Notleidende) unternommen hatte, schon wieder der Vergangenheit an. Rückblickend auf diese sehr intensive und eindrucksvolle Woche können wir sagen, dass Gott in dieser Zeit gewirkt, geführt, bewahrt und sich uns offenbart hat.

Unsere Hauptaufgaben bestanden darin, Bau- und Renovationsarbeiten, unter anderem für ein neues Alters- und Behindertenheim, zu bewerkstelligen. Neben einer Bäckerei, die täglich 500 Brote für Bedürftige backt, besteht bereits ein Altersheim und ein Behindertenheim auf dem Gelände des Hilfs- und Missionszentrum «Sa-repta». Doch diese werden nun ausgeweitet, denn Bedarf gibt es für diese an allen Ecken und Enden. So schlossen wir auch Bekanntschaften mit einigen jungen Erwachsenen des bestehenden Behindertenheims. Für diese war es das Grösste, dass Menschen ihres Alters aus der Schweiz sich ihrer annahmen und sich mit ihnen an einen Tisch setzten. Sie, die die Verstossenen der Gesellschaft sind. Die Werdegänge der jungen Erwachsenen im Behindertenheim rührten uns zu Tränen.

Im Folgenden ist der Werdegang einer dieser jungen Erwachsenen geschildert: Als Kind wurde der Junge, aufgrund einer Erbkrankheit brustabwärts vollkommen gelähmt, die Jugendjahre verbrachte er in einem staatlichen Behindertenheim, in welchem menschenunwürdige Zustände herrschten. Später, dann als 18-Jähriger, wurde er auf die Strasse gesetzt und verkauft an die Roma, die ihn benutzten um Geld zu erbetteln. Drei Jahre verbrachte er so auf offener Strasse, mit nichts als seinem Rollstuhl. Dann nahm sich das Hilfszentrum seiner an. Es war für uns tief beein-druckend und inspirierend, wie dieser junge Erwachsene uns seine Lebensgeschichte erzählte. Bewundernswert, wie dankbar, fröhlich und festverankert im Glauben diese Personen sind, trotz all des Leids. Dies war für uns eine der einschneidendsten Begegnungen.

Mit einem Teil der bereits im Voraus gesammelten Spendengelder kauften wir Lebensmittel. Mit diesen und einiger der gebackenen Brote machten wir täglich in kleinen Gruppen Hausbesuche bei den Ärmsten der Armen. Unsere Aktivität bestand darin, dass wir die Menschen zuhause besuchten und diesen die Lebensmittel und Brote brachten. Sie berichteten uns aus ihren Leben. Wir erzählten vom Evangelium, segneten und beteten gemeinsam. Wir wurden unmittelbare Zeugen von Heilung. Ohne dass wir davon Kenntnis hatten, führte Gott uns unter anderem zu Menschen, die am Vorabend noch für Essen und Hilfe gebetet hatten, weil sie nichts mehr hatten. Vor Freude erfüllt und grösstenteils sehr herzlich, offen und freundlich begegneten uns die Menschen, die wir besuchten.

Auch organisierten wir ein Kidscamp, in welchem wir verschiedene Aktivitäten mit den Kindern unternahmen. Eine der selteneren Möglichkeiten, bei denen die Kinder Kind sein können. Und wenn dies auch nur für ein paar Stunden ist, so können sie dadurch ihrem tristen Alltag und der Armut entfliehen. Wir alle waren völlig fasziniert von deren liebevollem Umgang untereinander. Selten haben wir bei den Kleinsten so eine grosse Dankbarkeit und Nächstenliebe gesehen und verspürt, wie bei diesen Kindern.

Diese Woche wird für uns alle eine unvergessliche Zeit bleiben. Mit eigenen Augen so grosse Not zu sehen, liess niemanden kalt. Trotz dieser Hoffnungslosigkeit auf Gott zu vertrauen, hat uns schwer beeindruckt und stimmt uns nachdenklich.

Diese Menschen, die nichts haben und dennoch alles, weil sie auf Gott vertrauen, wollen wir uns zum Vorbild nehmen. Möge die phänomenale Arbeit in Moldawien weiterhin gedeihen und möge Gott seine schützenden und segnenden Hände darüber halten.

Abschliessend möchten wir allen danken, die diesen Einsatz finanziell, materiell und geistlich unterstützt haben. Doch der grösste Dank gebührt unserem Heiligen Vater, der allzeit seine schützenden Hände um uns hält.

Philipp Katterwe
Teilnehmer

 
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