LZ (Foto: Lukas Zünd)
Verantwortlich: Lukas Zünd
Bereitgestellt: 24.06.2022

Taufe

pexels-john-cahil-rom-2170473 (Foto: Lukas Zünd) — Picture by John Cahil Rom on Pexels

Was ist die Taufe?

Die Taufe ist wie das Abendmahl ein Sakrament, d.h. eine heilige Handlung, die Jesus Christus selbst eingeführt hat. Er hat seinen Jüngern nach seiner Auferstehung den Auftrag gegeben, alle Völker zu taufen «auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes» und sie zu unterrichten, auf dass sie «alles halten, was ich euch geboten habe» (Matthäus 28, 18–20).

Die Taufe verbindet einen Menschen mit Jesus Christus und mit allem, was er für uns getan hat. Im Fall einer Kindertaufe kommt das Sakrament der Taufe nach reformiertem Verständnis ans Ziel, wenn die getaufte Person den geschenkten Glauben später (z.B. bei der Konfirmation) selbst bekundet. Ohne den Glauben bleibt die Taufe eine leere Tradition. Doch damit das Kind zum Glauben kommen kann, muss es von Jesus Christus hören. Der » kirchliche Unterricht will dabei mithelfen. Am wichtigsten ist aber die religiöse Erziehung im Elternhaus. Bei einer Kindertaufe versprechen die Eltern, ihr Kind im evangelischen Glauben zu erziehen.

Die Taufe ist auch Aufnahme in die christliche Gemeinde. Deshalb taufen wir öffentlich im Gottesdienst, wenn die Gemeinde versammelt ist. Die Taufe ist also viel mehr als eine Zeremonie zur Begrüssung eines neuen Erdenbürgers.

Kirchliche Segnungsfeier anstelle der Kindertaufe

Es gibt unter Christen unterschiedliche Ansichten darüber, welcher der richtige Zeitpunkt zur Taufe ist. Die Reformatoren hielten an der Kindertaufe fest. Andere Christen kamen zur Überzeugung, dass Menschen nur auf ihr eigenes Bekenntnis hin getauft werden sollen. Die Kirchenordnung unserer Landeskirche sieht die Möglichkeit vor, anstatt einer Taufe eine Segnungsfeier für Säuglinge oder kleine Kinder durchzuführen. Diese findet ebenfalls im Rahmen eines Gottesdienstes statt.

Wenn Eltern sich entscheiden für eine Segnungsfeier, kann das Kind sich später bewusst taufen lassen, nachdem es den Glauben bejaht hat. Die Teilnahme an der Konfirmationsfeier ist aber nicht abhängig von der Taufe.

Das Ringen um die Taufe hat in Bäretswil Tradition: In der Vergangenheit gab es in Europa in den meisten Ländern einen staatlichen Zwang zur Kindertaufe, die Vertreter der Erwachsenentaufe (die "Wiedertäufer") wurden verfolgt, auch von der reformierten Obrigkeit. Viele wanderten deshalb nach Amerika aus. In Bäretswil fanden Täufer im 16. Jahrhundert in der nach ihnen benannten Täuferhöhle Schutz zu Stille und Gebet. In den letzten Jahrzehnten hat sich unsere Kirchgemeinde engagiert in der Versöhnung der reformierten Kirche mit den Täufern. Nachkommen jener Auswanderer nach Amerika besuchen unsere Täuferhöhle gerne auf einer Europareise.

Taufe eines älteren Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen

Die Taufe eines älteren Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen erfolgt auf das eigene, freiwillige Bekenntnis des Glaubens an Jesus Christus als Herrn und Erlöser hin.
Einer unserer Pfarrer wird die Taufanwärter in der Vorbereitung seelsorgerisch begleiten und ihnen den nötigen Unterricht erteilen. Die Taufe kann durch Untertauchen geschehen. Eine Erwachsenentaufe ist nicht möglich, wenn jemand als Kind schon zur Taufe gebracht wurde. In diesem Fall empfehlen wir eine Tauferinnerungsfeier.

Tauferinnerungsfeier

Wenn jemand als Kind getauft worden bist, jetzt aber das Bedürfnis hast, den Glauben an Jesus Christus öffentlich und für sich selbst persönlich zu bezeugen, wird einer unserer Pfarrer gerne eine Tauferinnerungsfeier mit dieser Person durchführen im Rahmen eines Gottesdienstes.

Vorbereitung

Für alle Anfragen, welche Taufe und Segnungsfeier betreffen, sind unsere Pfarrer zuständig. Wenn sie als Eltern ihr Kind taufen oder segnen lassen wollen, kommt einer unserer Pfarrer zu einem Taufgespräch nach Hause.

Pfarrer
Lukas Zünd
Schulhausstr. 12
8344 Bäretswil

043 833 61 30
077 501 05 69

Pfarrer.
Daniel Kunz
Schulhausstr. 12
8344 Bäretswil

052 386 12 02